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Kaple Sv. Jana Nepomuckého na Mílově

St. Johannes Nepomuk Kapelle auf Halbmeil (Mílov)

Der ursprüngliche Ort "Halbmeil" entstand um 1546 und wurde wie viele andere Dörfer im Erzgebirge von Bergleuten gegründet. 1582 tritt erstmalig in den Grubenakten der Name "der halben Meil" auf, was "eine halbe Meile" bedeutet. Früher erstreckte sich der Ort über beide Seiten entlang der sächsisch-tschechischen Staatsgrenze. Der Ort ist 4,5 km von Breitenbrunn entfernt, was nach der alten Längenmaßeinheit eine „halbe Meile“ ist. Im 18. Jahrhundert standen an der deutschen Seite 3 Wohnhäuser und an der böhmischen 4 Häuser.

Um 1830 ließ Christoph Glaser im böhmischen Halbmeil eine Kapelle erbauen, die den St. Johannes Nepomuk geweiht wurde und diente zum Gebet von böhmischen und deutschen Einwohnern, aber auch von Pilgern und Wanderern auf der alten Joachimsthaler Straße zwischen Boží Dar und Breitenbrunn. Die historischen Ereignisse des 2. Weltkrieges haben das nachbarschaftliche Zusammenleben der böhmischen und deutschen Einwohner in der Grenzregion unterbrochen. Von der böhmischen Seite wurden nach dem Jahr 1945 die Einwohner der damaligen 9 Häuser vertrieben. Im Jahr 1953 wurden dann die Häuser einschließlich der St. Johannes Nepomuk Kapelle abgerissen und für einige Jahre entstand hier eine Grenzzone mit Wachtürmen.

Im Jahr 2013 vergangen gerade 60 Jahre von ihrer Zerstörung. Deshalb kam die Idee, die Kapelle wieder aufzubauen. Die neue Kapelle, die auf den bestehenden Grundmauern steht, wird zu einem Wallfahrtsort und Touristenziel mit einem historisch-geistigen Ausmaß und zugleich zum Symbol des wieder Zusammenwachsens der beiden Nationen und der Vergebung. Es entstand so ein Ort zum spontanen Treffen von Tschechen und Deutschen bei einem gemeinsamen Gebet und beim Nachsinnen. Der Pilgerweg aus Boží Dar und Breitenbrunn zur Kapelle gedenkt die Orte der ursprünglichen Siedlung und deren bewegte Geschichte.

Beim Bau wurden die ursprünglichen Steine und die Granit-Belegung von Fenstern und Türen benutzt und als Andenken an die verschwundene Siedlung Halbmeil wurde beim Bau des Bodens der Kapelle ein Granitstein aus jedem der neun ehemaligen Häusern benutzt.

Am 17. 5. 2014 wurde die Kapelle unter breitem Interesse der Öffentlichkeit vom tschechischen und deutschen Pfarrer eingeweiht.

An der Einweihung nahmen die 2 letzten lebenden Ureinwohner, die in Halbmeil geboren wurden, und mehr als 600 Liebhaber des Erzgebirges von der böhmischen und deutschen Seite der Grenze teil. Ein großer Dank geht an alle, die sich an dem Wiederaufbau beteiligt haben, vor allem an die Städte Breitenbrunn und Boží Dar.

Die Gedenkpostkarte zum Wiederaufbau der Kapelle auf Halbmeil ist im Infozentrum Boží Dar zu kaufen.

Wie Sie die Kapelle erreichen

Die Kapelle befindet sich am Ort der ehemaligen Siedlung Halbmeil (Mílov). Aus Boží Dar können Sie entlang des langen Christkindwegs zum Wasserspeicher Myslivny gehen. Da biegen Sie rechts ab in Richtung Zlatý Kopec und nach ca 500 Meter nehmen Sie die erste Abzweigung links entlang der sog. tzv. Mílovská cesta, die Sie direkt zur Kapelle führt. Dieser Weg ist für Autoverkehr geschlossen. Man kann zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren.

Streckenlänge
Boží Dar - Myslivny 5 km
Myslivny - Mílov (Halbmeil) 6 km

Aus Boží Dar können Sie nach Myslivny mit dem Auto fahren und dort parken. Die Streckenlänge der Straße entlang ist 4 km.

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